Schlossgarten Schwetzingen
Der Schlossgarten Schwetzingen war die Sommerresidenz der pfälzischen Kurfürsten und verbindet auf seltene Weise zwei Gartenepochen. Der barocke Kern mit seinem kreisrunden Parterre entstand ab 1753 nach Plänen von Nicolas de Pigage. Wenig später erweiterte Friedrich Ludwig von Sckell die Anlage um einen der frühesten englischen Landschaftsgärten Deutschlands.
Zwei Gartenideale nebeneinander
Das barocke Herzstück ist ein streng symmetrischer Kreis mit Wasserbecken, Boskettwänden und Skulpturen. Daran schließen die landschaftlichen Partien Sckells an, in denen sich Wege frei durch Baumgruppen und über Wiesen ziehen. Schwetzingen macht damit den Wandel der europäischen Gartenkunst innerhalb einer einzigen Anlage anschaulich.
Berühmte Gartenbauten
Zu den Höhepunkten zählen die Moschee mit ihren Minaretten, das Badhaus des Kurfürsten, der Apollotempel und das Ende der Wasserachse mit dem Blick in eine gemalte Ferne. Diese Bauten machten Schwetzingen zu einem der ideenreichsten Gärten des 18. Jahrhunderts.
Häufige Fragen
Warum stehen im Garten eine Moschee und ein Tempel?
Im 18. Jahrhundert waren exotische und antikisierende Gartenbauten Ausdruck von Bildung und Weltoffenheit. Sie luden zum Nachdenken ein und gliederten den Park in stimmungsvolle Szenen.
Wer gestaltete den Landschaftsteil?
Friedrich Ludwig von Sckell, der später auch den Englischen Garten in München und den Nymphenburger Park prägte.