Der Klostergarten
Der Klostergarten ist die prägende Gartenform des europäischen Mittelalters. In den Klöstern wurde das Wissen der Antike über Heil- und Nutzpflanzen bewahrt und weitergegeben. Der Garten war zugleich Nahrungsquelle, Apotheke und Ort der Besinnung.
Aufteilung des Klostergartens
Üblich war eine Gliederung in mehrere Bereiche: den Kräutergarten für Heilpflanzen, den Nutzgarten für Gemüse, den Obstgarten und den Ziergarten für den Blumenschmuck der Kirche. Der Kreuzganghof im Innern des Klosters bildete einen geschützten, meist quadratischen Garten.
Wichtige Quellen
Der St. Galler Klosterplan aus dem 9. Jahrhundert und das Lehrgedicht Hortulus des Reichenauer Mönchs Walahfrid Strabo überliefern anschaulich, wie mittelalterliche Klostergärten geordnet und bepflanzt waren.