Fürst-Pückler-Park Bad Muskau
Der Fürst-Pückler-Park in Bad Muskau ist das bedeutendste Werk von Hermann Fürst von Pückler-Muskau, dem wohl einflussreichsten deutschen Gartengestalter des 19. Jahrhunderts. Ab 1815 formte er über der Lausitzer Neiße einen weitläufigen Landschaftspark, der heute je zur Hälfte in Deutschland und Polen liegt. Seit 2004 ist die Anlage UNESCO-Welterbe.
Pücklers Idee vom Park
Pückler verstand den Park nicht als abgeschlossenen Garten, sondern als idealisierte, nutzbare Landschaft. Er bezog Wiesen, Flussauen, Wälder und die Stadt selbst in seine Komposition ein und arbeitete mit weiten Sichtbeziehungen. Seine Erfahrungen fasste er 1834 in den Andeutungen über Landschaftsgärtnerei zusammen, einem der wichtigsten deutschsprachigen Werke zur Gartentheorie.
Ein Park über der Grenze
Nachdem die Neiße 1945 zur deutsch-polnischen Grenze wurde, war der Park jahrzehntelang geteilt. Seit den 1990er Jahren wird er in deutsch-polnischer Zusammenarbeit gemeinsam gepflegt und restauriert. Das Neue Schloss auf der deutschen Seite bildet den Ausgangspunkt der wichtigsten Wegeführungen.
Häufige Fragen
Wer war Fürst Pückler?
Hermann von Pückler-Muskau (1785 bis 1871) war Standesherr, Reiseschriftsteller und Gartenkünstler. Neben Muskau schuf er den Park Branitz und beeinflusste die europäische Gartenkunst nachhaltig.
Liegt der Park in Deutschland oder Polen?
In beiden Ländern. Die Neiße teilt den Park; der kleinere Teil mit dem Neuen Schloss liegt in Bad Muskau in Sachsen, der größere in Łęknica in Polen.